Spielzeug Ratgeber

Spielzeug Ratgeber: Prüfsiegel, Aufbewahrung und Co.

Kinder können sich stundenlang mit ihrem Spielzeug beschäftigen. Deshalb sind Spielzeuge auch die häufigsten Geschenke, die man Kindern macht.

Doch gerade beim Spielwarenkauf sollte man die Augen doppelt offen halten und sich gut informieren oder von Fachpersonen beraten lassen. Denn nicht überall, wo Spielzeug drin ist, ist auch gute, kindgerechte Qualität drin.

Art des Spielzeugs

In erster Linie sollte die Spielware den Vorlieben, dem Geschlecht und dem Alter des Kindes angepasst sein. Denn je nach Altersklasse des Kindes sind die verschiedenen Spielsachen unterschiedlich pädagogisch sinn- und wertvoll.

Krankmachende Stoffe im Spielzeug

Viele Grundstoffe stehen im Verdacht, dass sie krebsfördernd sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Spielsachen in den Mund genommen oder nur angefasst werden. Zu den krebserregenden Substanzen gehören beispielsweise: – Formaldehyd – PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) – Nickel – Nonylphenol – Zinnorganische Verbindungen – Weichmacher

Gütesiegel nach erforderlicher Prüfung

Mittlerweile gibt es Gütezeichen, die eine unbedenkliche Benützung des Spielzeugs bestätigen. Um diese zu erhalten, werden die Spielsachen auf Inhaltsstoffe, speichelechte Farben usw. geprüft, bevor sie das Prüfsiegel bekommen.

Achten Sie deshalb beim Kauf auf folgende Gütesiegel auf der Verpackung: – GS (Geprüfte Sicherheit) – TÜV Rheinland/LGA – Spiel gut – Öko-Tex Standard 100 – O.T.S – Der Blaue Engel

Bekannt für gute, kindgerechte Qualität sind die Hersteller folgender Spielwaren:

Disney Fisher-Price LEGO Kosmos Hasbro Playmobil Ravensburger Schmidt Spiele Steiff Sterntaler Vtech

Sind Holzspielsachen unbedenklich?

Aus Angst vor gesundheitsschädlichen Spielwaren aus Plastik greifen viele Eltern zu Holzspielsachen und wägen sich damit oft in der falschen Sicherheit. Denn auch in Holzspielwaren können gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten sein.

Besonders bei lackiertem Spielzeug sollten Sie auf den Vermerk “speichelecht” achten. Dafür garantiert die Kennzeichnung DIN 53160. Wer noch sicherer sein will, wählt vorzugsweise unlackiertes Holzspielzeug. Zu den bekanntesten Herstellern guter Holzspielwaren zählen HABA, BRIO, Eichhorn, nic (nictoys), Goki und Pinolino.

Prüfsiegel beim Spielzeug

Sicherlich sind Ihnen beim Kaufen von Spielzeugen auch schon Mal die unterschiedlichen Prüfsiegel aufgefallen und standen mit einem Fragezeichen auf dem Kopf dar.

Was genau ist den hier eigentlich geprüft worden? Prüfsiegel sind in erster Linie dazu da, um Ihnen zu vermitteln, dass es sich bei diesem Spielzeug um ein geprüftes und qualitativ hochwertiges Produkt handelt. Im nachstehenden Ratgeber erfahren Sie alles, was es über Prüfsiegel beim Spielzeug gibt, damit Sie künftig die einzelnen Bedeutungen genau kennen.

Prüfsiegel Spielzeug – die allgemeine Norm

Unter den Prüf- und Gütesiegel die als Allgemein bezeichnet werden, befinden sich alle Siegel die auf eine gesetzlich festgelegte Norm hinweisen wie zum Beispiel: Das CE-Kennzeichnung, welches vom Hersteller selbst an das Spielzeug angebracht wird.

Mit diesem zeigt er Ihnen als Verbraucher das er alle gesetzlichen Normen zur Herstellung des Produkts eingehalten hat. Europa weit muss jeder Hersteller, der ein Spielzeug verkaufen möchte, mindestens diese Normen einhalten und das Spielzeug mit diesem Prüfsiegel ausstatten.

Das Siegel für geprüfte Sicherheit, welches ein staatliches Siegel ist und von einer separaten Prüfstelle wie beispielsweise dem TÜV ausgestellt wird. Gekürzt wird das Siegel mit der Bezeichnung GS. Hierbei werden verschiedene Details wie zum Beispiel das Material oder die Sicherheitsnorm geprüft. Das Siegel TÜV Rheinland / LGA ist ein privates und kein stattliches Siegel, bei dem ganz alleine der TÜV die Kriterien festlegt.

Diese Siegel sind entweder mit „TÜV Rheinland Proof“ oder mit „LGA tested“ ausgezeichnet. Das Siegel Spiel gut, ist eher ein ehrenamtliches Siegel, bei dem die pädagogischen Werte des Spielzeugs eine Rolle spielen. Dieses Siegel zeigt auf wie empfehlenswert die Spielweise ist. Das Material beziehungsweise die gesetzlichen Regelungen werden hierbei komplett außer Acht gelassen.

Das spezielle Siegel für Textilien

Spielsachen die aus Textilien hergestellt werden verfügen über ganz eigene Prüfsiegel diese sind zum Beispiel: Das Siegel Öko-Tex Standard 100 ist für die Prüfung des Materials zuständig. Hierbei wird das Spielzeug auf mögliche und gesundheitsgefährdende Stoffe geprüft.

Doch nicht auf alle, sondern nur auf die gängigsten. Bei Spielzeugen für Kinder unter 3 Jahren laufen diese Prüfungen in der Regel etwas strenger ab. Haben Sie allerdings die Wahl zwischen keinem Siegel und diesem Siegel, ist das Siegel Öko-Tex definitiv die sicherere Wahl.

Das Siegel der blaue Engel hingegen prüft die Stoffe noch intensiver, gerade wenn das Spielzeug aus biologischem Anbau und Naturfasern ist. Auch wird hierbei geprüft, ob das Spielzeug frei von optischen Aufheller, Flammschutzmittel oder auch Duftstoffen ist.

Das Siegel für Holzspielzeug

Bei diesem Prüfsiegel kommt auch „Der blaue Engel“ zum Einsatz. Die Prüfungskriterien sind dabei die gleichen, wie Kriterien für Textilien.

Spielen als Bestandteil der Entwicklung

Machen Sie sich Gedanken darüber wie Sie die Entwicklung Ihres Kindes fördern können? Setzen Sie sich damit nicht unter Druck, denn Kinder lernen während sie im Spiel vertieft sind.

Spezielle Lernspiele sind nicht nötig. Generell gilt, dass zu viel Spielzeug kontraproduktiv ist. Denn zu viel Auswahl kann Ihr Kind überfordern und zu einer Reizüberflutung führen.

Rollenspiele

Viele Kinder haben Spaß daran, eine andere Rolle zu übernehmen und lernen dabei spielerisch mit anderen Kindern zu interagieren. Geeignetes Spielzeug um die Entwicklung dabei zu fördern sind unter anderem Spielküchen, ein Kaufladen oder eine Kinderwerkstatt.

So hat Ihr Nachwuchs die Möglichkeit in verschiedene Rollen zu schlüpfen und sich auszuprobieren. Dadurch wird zusätzlich das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen gestärkt.

Soziale Fähigkeiten

Das freie Spiel ist für die Entwicklung Ihres Kindes essenziell. Bei einem Lernspiel gibt es strikte Vorgaben. Dadurch werden Ihrem Kind deutliche Grenzen gesetzt. Beim freien Spiel mit ganz simplem Spielzeug kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden. Das Spielen mit gleichaltrigen Kindern verbessert zusätzlich soziale Fähigkeiten.

Konzentrationsfähigkeit

Spätestens in der Schule sollte sich Ihr Kind gut konzentrieren können. Das beste Spielzeug um die Konzentration zu steigern und das Gedächtnis zu trainieren ist ein Memory. Durch regelmäßiges üben mit dem Memory wird Ihr Kind schnell erfolge erzielen. Wichtig ist natürlich, dass man den Schwierigkeitsgrad richtig wählt. Denn Erfolge werden nur dann erzielt wenn das Kind Spaß hat.

Motorik

Bei der Motorik wird in Grobmotorik und Feinmotorik unterschied. Gerade in den ersten Lebensjahren machen Kinder Fortschritte in der Motorik durch Nachahmung. Ein super Spielzeig ist der Motorikwürfel, bereits ab dem Babyalter.

Sie geben Ihrem Kind dadurch die Möglichkeit, sich auszuporbieren. Mädchen können Ihre Feinmotorik mit einem Webrahmen verbressern. Das passende Pendant dazu für Jungen ist das Hammerspiel. Oder ganz klassisch für beide Geschlechter geeignet sind die Steckblumen. Ein Spielzeug das nie aus der Mode kommt.

Spielzeug gebraucht kaufen

Gebrauchtes Spielzeug zu kaufen, bietet viele Vorteile – so sind die benutzten Spielwaren oftmals um ein vielfaches günstiger, als Neuware und dabei in ihrer Qualität nicht unbedingt schlechter.

Häufig werden benutzte Spielsachen auch in größeren Sets angeboten, sodass der Käufer hier noch einmal zusätzlich sparen kann. Außerdem hat es auch einen positiven, ökologischen Aspekt, wenn Eltern sich für den Kauf von gebrauchten Spielsachen entscheiden.

Denn was länger verwendet und nicht einfach nach dem Herauswachsen der Kinder weggeschmissen wird, dass muss auch nicht endlos nachproduziert werden. Es muss also nicht immer Neuware sein, wenn es um gutes Spielzeug geht – und mal ehrlich liebe Eltern, den Kindern ist es doch egal, ob die Spielwaren neu oder benutzt sind, Hauptsache ist doch, dass sie Spaß machen.

Wie erkennt man gutes, gebrauchtes Spielzeug?

Natürlich gibt es aber auch beim Kauf von gebrauchten Spielsachen einige Dinge, auf die man achten sollte, damit man im Kinderzimmer keine bösen Überraschungen erlebt. Beispielsweise sollte man grundsätzlich auf den Kauf von Spielzeug aus den 70er und frühen 80er Jahren verzichten, denn selbst wenn die Artikel optisch noch in gutem Zustand sind, so beinhalten sie oft schädliche Stoffe, die in der Vergangenheit leider noch in Kunststoffprodukten vorhanden waren.

Zudem sollte man darauf achten, dass die gekauften Spielwaren keine Bruchstellen oder Defekte aufweisen, welche zu Verletzungen führen könnten. Kleinere Abnutzungen oder minimale Schäden sind hingegen nicht wirklich schlimm und weisen eher auf die Beliebtheit des jeweiligen Spielzeugs hin.

Augen auf beim Kauf von gebrauchten Spielzeug!

Beim Kauf von gebrauchten Artikeln hat man meist automatisch das Gefühl, ein echtes Schnäppchen gemacht zu haben – doch aufgepasst! Nicht immer sind gebrauchte Spielzeuge auch wirklich günstiger, als Neuware.

Manchmal lauern Preisfallen auf dem Gebrauchtmarkt, weil die Verkäufer den Wert ihrer Waren überschätzen oder nicht mitbekommen haben, dass das Produkt mittlerweile bereits vom Hersteller günstiger angeboten wird. Es lohnt sich also, vor dem Kauf von gebrauchten Spielzeug trotzdem einen Preisvergleich durchzuführen, damit man am Ende auch wirklich spart!

Spielzeug aufbewahren

Eltern werden es sicher kennen. Das Spielzeug liegt bunt und wild verteilt im Kinderzimmer, auf dem Boden, in den Schränken und sogar im Bett lassen sich nicht selten allerlei Spielsachen finden.

Dieses Chaos zeugt von vielen und ausschweifenden Spielstunden voller Kreativität. Doch so wichtig und spaßbringend das Austoben und Spielen natürlich für die Kinder ist, so relevant und unumgänglich ist auch das sich daran anschließende Aufräumen inklusive dem Wegpacken und Sortieren der Spielsachen.

Um dann für eine aufgeräumte Optik und ein Aufbewahren mit System sorgen zu können, gibt es mehrere Optionen und Methoden, welche nachfolgend erläutert werden sollen.

Ordnung mit System: Boxen und Kisten

Eine Grundlage für das systematische Ordnen und Auf- bzw. Wegräumen ist das Hinzuziehen und Nutzen von kleinen Kisten, Boxen oder auch Körben. Diese gibt es in unterschiedlichsten Größen und Formen, wie auch aus diversen Materialien rund um Plastik aber auch aus robustem Holz.

Je nach Spielzeuggröße können die Boxen und Kisten in diversen Größen genutzt werden. Allerdings sollten diese lieber etwas größer ausfallen damit alle Dinge, rund um Kuscheltiere, Bauklötze und Co, ohne kompliziertes Sortieren in die Aufbewahrungsboxen passen.

Optimal sind auch größere Truhen, Körbe oder Boxen mit Deckel, mit welchen sich die einzelnen Gefäße ohne Probleme verschließen lassen. Dadurch lassen sich diese gut in die Höhe stapeln und platzsparend in der Ecke verstauen. Optisch versteckt werden können die Spielsachen zudem dadurch, dass die Aufbewahrungsbehälter blickdicht sind.

Dadurch wird auch die allgemeine Raumoptik ruhiger und einheitlicher.

Unkompliziertes und schnelles Aufräumen durch Regalsysteme

Das Aufräumen an sich fällt auch den Kindern einfacher, wenn sie das Spielzeug leicht einsortieren können. Dabei können Regalsysteme helfen, welche eigens für das Verwahren von Boxen und Spielsachen konzipiert bzw. gebaut wurden.

Dabei lassen sich in diese Systeme einfach die einheitlichen Boxen einschieben bzw. abstellen. Neben diesen Regalsystemen sind auch Hängeregale (Netzhänger) eine gute Möglichkeit, um die Spielsachen sortieren und platzsparend verstauen zu können.

Zudem ist für ein schnelles Einsortieren und Wiederfinden der einzelnen Spielsachen sinnvoll, die Boxen und Kisten mit Etiketten zu versehen und zu beschriften. Motivierend wirkt bei Kindern auch, dass sie die Etiketten designen können, beispielsweise indem sie das Spielzeug auf das jeweilige Etikett malen ehe es an der passenden Box befestigt wird.

Zusammenfassen lässt sich sagen, dass Boxen in Regalsystemen optimal für kleines Spielzeug, Körbe und Truhe oder für großes Spielzeug, geeignet sind. Beschriftungen ermöglichen ein noch schnelleres Einsortieren und eine einheitliche Farbwahl bzw. blickdichte Varianten der Kisten beruhigen das Raumbild und sorgen für zusätzliche (optische) Ordnung.

Foto: Strelciuc / stock.adobe.com

Lea Herrmann

Schön, dass du da bist! Ich bin Lea, Bloggerin, Ehefrau und Mama von zwei Töchtern, Westerwälderin und Kaffeetrinkerin. Es macht mir Freude, Menschen durch meine Beiträge dabei zu unterstützen, ihr Leben zu gestalten.

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